Zuverläßige, hoch entwickelte Technologie! Zu billiger Kunststoff.

Technisch ist das Snom 360 ein hoch überlegenes IP Telefon auf Linux Basis, das zuverlässig funktioniert, guten Komfort bietet, sowie die Vorteile der Internettelefonie voll nutzbar macht. Die 12 programmierbaren Tasten sind mit Status LED's versehen, welche z.B. anzeig en auf welchen Leitungen gerade Gespräche liegen. Ein effizientes arbeiten mit mehreren Telefonaten gleichzeitig, vermitteln usw. ist gut gelöst. Auch scheint es hinter einem Router ohne spezielle VOIP Proxy Funktion (hier Fritz!Box Fon Wlan 7050) zuverlässig zu arbeiten. Zumindest mit dem auf Asterisk basierenden VOIP-Diensten von Dus.net. Mit einem (leicht proprietären) 1&1 SIP Account hingegen gab es in Kombination keine Sprachübertragung bei internen Gesprächen zur Fitzbox. Außerhalb funktionierte auch dies. Über das Web-Interface des Telefons lassen sich u.a. auch direkt Gespräche starten und beenden. Der Hörer hat eine angenehme leichte Schwere, die Qualität des Telefon Lautsprechers könnte etwas kristallklarer sein. Eigene Sounds können in als 8bit WAV Wavedatei als Klingelton verwendet werden, was leider etwas zu wenig für einen guten Klang ist. Mein altes Grandstream BT101 bot da etwas besseren Klingel-Klang, ist aber ansonsten meilenweit vom Snom entfernt. Alles in allem bin ich mit dem Snom 360 sehr zufrieden. Ein Wehrmutstropfen ist mir jedoch als erstes aufgefallen. Man merkt dass dem Berliner Hersteller mit diesem Modell anscheinend seine ersten eigenen Erfahrungen mit der Vergabe der Gehäuseproduktion macht (vorher ?bessere? Gehäuse über Tiptel). Der Kunststoff des robust und gut designten Gehäuses wirkt inhomogen. Deutliche hell-dunkel Unterschiede und Einspritzstrukturen, wie sie allzu oft -aber eben nicht immer- in chinesischer Produktion vorkommen sind sichtbar. Zu einem abgerundeten hochwertigen Eindruck -ala Siemens- reicht es bei diesem technologisch sonst führenden First Class Produkt leider noch nicht.
|